Wissenswertes rund um die grauen Zellen des Wunderwerks Gehirn

Das menschliche Gehirn ist ein richtiges Wunderwerk. Seine Neuronen können fast unendlich viele Kombinationen bilden. Die Anzahl der möglichen Verknüpfungen ist größer als die Gesamtzahl der Atome im Universum. Ein einziges Menschenhirn kann demnach so viele Informationen aufnehmen, wie in rund 20 Millionen Buchbänden enthalten sind. Datenmengen dieser Größenordnung findet man sonst nur in den größten Bibliotheken der Welt.

Sind Männer- und Frauenhirne verschieden?
Die Gehirne von Männern sind im Durchschnitt etwas größer als die von Frauen, selbst wenn man dabei die unterschiedliche Körpergröße der Geschlechter berücksichtigt. Es gibt noch weitere anatomische Unterschiede: Frauengehirne haben unter anderem ein umfangreicheres Corpus callosum, das ist das größte Bündel von Nervenfasern, das die beiden Gehirnhälften miteinander verbindet. Wissenschaftler sehen darin einen möglichen Grund dafür, dass Frauen „ganzheitlicher“ denken als Männer. Viele Hirnteile scheinen bei Frauen insgesamt besser miteinander verknüpft zu sein. Auf die Intelligenz wirken sich diese kleinen Unterschiede übrigens nicht aus: Bei Intelligenztests schneiden Frauen und Männer gleich gut ab.

Eine gute Durchblutung schützt vor Störungen
Auch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung des Gehirns wird von der Geschlechterzugehörigkeit nicht beeinflusst. Störungen wie Schwindel und Vergesslichkeit haben mit anderen Faktoren zu tun. Vor allem eine gute Durchblutung ist für das gute Funktionieren der grauen Zellen wichtig. Daher hängt es auch nicht immer vom eigenen Verhalten beziehungsweise der geistigen Fitness ab, wenn die Gedächtnisleistung abnimmt: Vergesslichkeit kann gerade bei Senioren auch mit der Gesundheit der Blutgefäße zusammenhängen.

Quelle: djd